Geschichte Die erste Zerstörung der Burg 1272 oder 1282 Alexander Thon schreibt in dem Buch „Belagerung und Untergang pfälzisch- elsässischer Burgen im Mittelalter zu der Einnahme der Burg 1282: Auch die Wegelnburg (29) veranschaulicht nachdrücklich die Irrwege der Burgenforschung. Erstmals 1247 mit einem zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen Burkhard) von Wegelnburg³° nachweisbar, der zahlreiche Reichslehen besessen hatte und der Reichsministerialität angehört haben könnte, sind lange Zeit weder Zeitpunkt der Eroberung noch der Hintergrund in den Zusammenhang eingeordnet und erkannt worden. Das ist umso erstaunlicher, als die relevante Schriftquelle, die wenige Jahre nach der Belagerung abgefassten, bis 1288/97 reichenden Annalen des Straßburgers Ellenhard, bereits seit 1861 als maßgebliche Edition vorliegt. Nach Ellenhard wurde die Wegelnburg „am Donnerstag vor St. Jakob", also am 23. Juli 1282, von den Straßburger Bürgern und vom Herren von Ochsenstein, dem Vogt des Elsass, belagert. (31) Dass mit Otto von Ochsenstein — gemeint ist Otto IV. aus der elsässischen Familie von Ochsenstein (32) — der Landvogt im Elsass teilnahm, deklariert den Vorgang eindeutig als Landfriedensaktion und sorgt für einen weiteren passenden Anhaltspunkt hinsichtlich der Datierung, (33) auch wenn keine weiteren Details bekannt sind. Ungeachtet dieses eindeutigen und klaren Quellenbefundes wird in fast allen Studien bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Jahr 1272 genannt, (10) was nicht nur wegen der Verlegung der Belagerung in die Zeit des Interregnums (siehe A) von fataler Konsequenz ist. Die Ursache für die entscheidende Fehldatierung liegt darin begründet, dass die Literatur über die Wegelnburg seit dem 19. Jahrhundert immer wieder auf zwei spätere Überlieferungen zurückgegriffen hat, die beide eine jeweils falsche Jahresangabe aufweisen. Dabei fand weniger die bis 1362 reichende wichtige Chronik Friedrich/Fritsche Closeners Verwendung, die das Jahr 1292 nennt, (35) sondern zumeist die noch jüngere, die Ereignisse bis 1400/1415 schildernde Chronik Jacob Twingers von Königshofen, der 1272 angibt. (36) Damit lässt sich festhalten, dass die Wegelnburg im Rahmen einer Landfriedensaktion von einem straßburgischen Aufgebot unter Führung des elsässischen Land-vogtes Otto IV. von Ochsenstein am 23. Juli 1282 belagert worden ist. Ob diese Aktion erfolgreich war, inwieweit sie vielleicht in Zusammenhang mit der Revindikationspolitik König Rudolfs von Habsburg steht und welche Konsequenzen sie zeitigte, bleibt unbekannt. (Fundorte, siehe Anhang). Verschiedene Autoren, auch Wolfgang Schulz (1984 „die Wegelnburg“ Seite 20) schreiben, ein Qualbert von Gerolseck von der Wegelnburg soll sich zu dieser Zeit als Raubritter betätigt haben. Wenn jedoch die Einnahme der Burg  als Maßnahme im Rahmen des Landfriedens verstanden wird und in Zusammenhang mit den Revindikationsmaßnahmen Rudolfs von Habsburg steht, so könnte der Vorwurf des Raubrittertums auch nur ein Vorwand für die Einnahme der Burg gewesen sein, denn 1282 mussten die unweit der Wegelnburg ansässigen Herren von Fleckenstein, die benachbarte Burg Löwenstein, im Jahr darauf die Guttenburg, an den König abtreten (RI Rudolf 1737, S. 381 u. Nr. 1786, S. 184). 1282 ist zudem eine Mia im Benediktinerinnenpriorat Mirmelberg bei Selz/Elsass bezeugt, die nach der Wegelnburg zu benannt wurde (domine Mie Miermerberc, dicte de Wegelenburc, ADBR Strasbourg, 12 J, Nr. 178 = ZOG 8, 1857, Nr. 53, S. 184). Keineswegs sicher ist auch, ob die Wegelnburg bei ihrer Einnahme zerstört worden ist, bzw. in größerem Umfang Schäden an der Anlage entstanden sind. Sicher ist es auch nicht, wie größtenteils in der Literatur festgehalten, das der Vogt der Wegelsburg, Qualbert von Gerolseck, ein Raubritter war. Es müssen dazu,  wie erläutert, die ganzen Zusammenhänge betrachten werden, dann dürfte man auch zu dem Ergebnis kommen, dass die Rückholung der Wegelnburg in das Reich eigentlich nur bestätigt, dass die Burg auch vom Reich erbaut worden ist.