Geschichte Die endgültige Zerstörung der Wegelnburg Noch bot die einst stolze Burg, heruntergekommen und von verschiedenen Kämpfen in Mitleidenschaft gezogen, den Bewohnern der Umgebung Schutz und Sicherheit. Wegen der gefährlichen Zeiten waren von 1676 bis 1678 von nur 6 geborenen Kindern 3 „uff Wegelnburg“ getauft worden. Johann Balthasar Gerhard war jetzt im Oktober 1680 Vogt der Burg, mit Bangen wartete er auf neue Nachrichten vom Herzoghaus Zweibrücken. Wieder hielten Tag und Nacht einige Soldaten auf den Mauern der Burg Wache, um das herannahen des Feindes zu melden. Es war in den frühen Morgenstunden, als ein abgehetzter Reiter sich von Notweiler her der Burg näherte, um Einlass zu begehren. Fliehet, die Franzosen kommen, waren seine ersten Worte, als das große Haupttor sich öffnete. Montclar`s Horden sind auf dem Weg von Bergzabern zu euch, schnell flüchtet, ihr habt nicht mehr viel Zeit. Da ließ der Burgvogt den alten Wagen mit den zwei noch vorhandene Geschütze beladen, die wenigen Vorräten die in den Vorratsräumen der Burg lagerten: Mehl, Getreide, getrocknetes Fleisch, verteilte er unter den verängstigen Bauern und sagte „geht in die Wälder, ihr wisset wohin“ die Burg wird den Tag nicht überleben. Als die todbringenden französischen Horden des General Montclar von Landau aus nach mühsamen Marsch den steilen Berg erklimmt hatten, war die Burg verlassen.  Nun wurde mit der Zerstörung begonnen, mehrere französische Mineure legten tagelang Minen unter die Mauern, unter die Türme und an die Grundmauern der Häuser. Mit Pechfackeln legte man Brände, schrecklich war das  Geräusch der zusammenstürzenden Gebäude, welche dann noch von den umstürzenden Burgtürmen überdeckt wurden. Ja sie verstanden ihr Werk, die französischen Mordbrenner, doch es war ihnen noch nicht genug, zum Schleifen der noch stehenden Mauern mussten die Bauern aus den umliegenden Orten anrücken und der Burg den letzten Todesstoß geben. Die über 400 Jahre alte Burg war damit endgültig zerstört, sie hatte das gleiche Schicksal wie das herzogliche Zweibrücken erfahren und wurde in der Folge nicht mehr aufgebaut, neuer Amtssitz wurde das Dorf Schönau.