Beschreibung mittlere Burg Ende Beschreibung “mittlere Burg”. Rechts ist das Eingangstor für diese Ebene zu sehen, im Hintergrund die Zisterne, links davon  der Aufgang zur oberen Burg.  Vorne links der Brunnen, dahinter die erste direkt in den Fels gehauene Felskammer, diese ist etwa 11 Meter lange und fünf Meter tief. In diesem Bereich soll auch das “Bronnenhaus” gestanden haben. Dieses Eingangstor zur mittleren Ebene scheint noch ursprüngliche Bausubstanz zu sein, es zeigt eine sehr gut erhaltene  Verriegelungsvorricht- ung. Die Mauer über dem Tor war ursprünglich wesentlich höher, sehr wahrscheinlich befand sich darüber ein weiteres Geschoss welches überdacht war. Im unteren Bereich könnte eine Gusslochöffnung gewesen sein. Hinter dem Eingangstor,  stand gleich rechts, ein nach Süden gerichtetes Gebäude. An den  vier noch erkennbaren  Deckenkonsolen mit den Maßen 30 x 30 cm ist ersichtlich, dass das  Gebäude vermutlich zwei Stockwerke hatte. Diese Ebene könnte sich auch über dem Eingangstor gezogen haben. Die Gewändesteine von zwei Türen sind auf- einandergestellt und zur Sicherung in die Fels- wand eingelassen. Wendet man sich nach links, so gelangt man zu einer Felskammer, diese war wohl auf Grund der von außen sichtbaren, in den Fels eingelassenen Torangeln mit einem rechteckigen Holztor gesichert war. In der Felskammer sind in der Decke und im Fußboden in den Fels eingelassene Einkerbungen zu finden, diese lassen darauf schließen, dass die Kammer in mehrere Räume unterteilt war.   In  einer in den Fels eingelassenen Rechteckvertiefung sitzt eine Rundbogenöffnung. Offensichtlich hatte die Kammer auch einen Vorbau,  Balkenlöcher lassen darauf schließen. Links und rechts neben dieser Tür, befinden sich nach innen verengte quadratische Lichtöffnungen, Schießscharten dürften es weniger gewesen sein. Dieser mittlere Bereich der Burg besteht aus drei Teilen und misst in allen Bereichen nur wenige Meter an Breite, an dieser Stelle jedoch über 60 m in der Länge und bildet eine Terrasse auf der Westseite des Burgfelsen. Vermutlich war dieser Bereich zum größten Teil überbaut und verfügte nur über  einen kleinen Hof. Sofern der untere Teil der Burg eingenommen war, bot eine hohe Mauer gegen Angriffe von der Talseite Schutz. Was die Verteilung der ergänzenden Mauerbauten betrifft, so verstand es sich wohl von selbst, dass man die Stallungen in den Bereich der Burg legte, der von den Tieren erreicht werden konnte, jedoch einigermaßen Raum und den am meisten für diesen Zweck gesicherten Platz, im Falle eines Angriffs bot. Im Hintergrund im Nordwesten der Burg, ist ein noch gut erhaltenes Stück der ehemaligen Mauer, welche an den dort vorhandenen Fels anschließt, zu sehen. Der rechte Teil der Mauer ist zum Teil neu. Von hier aus erreichte man die Felsplattform welche nach Norden gerichtet und die fälschlicherweise immer wieder zur Oberburg  gezählt, aber eigentlich zur mittleren Burg gehörend ist. wird.  Bei den abgeschrägten Flächen im Fels könnte sich um eine schiefe Transportebene gehandelt haben. Reste  von Fundamente und Balkenlöcher bei diesem Felsabsatz, auf dem Bereich der Terrasse, lassen darauf schließen, dass hier mehrere Häuser an den Hauptfelsen angelehnt waren. Die mehr nördlich stehenden Gebäude  wurden vermutlich vom einem schmalen Hof entlang der Wehrmauer betreten. Die glatt abgearbeitete Felswand, zeigt Vorrichtungen zum Anbinden von Tieren, darüber zum Schutz der Tiere, befand sich wohl ein Pultdach. Auf dieser Terrasse befand sich ein viertes Tor, hinter dem unmittelbar nach links eine Treppe zur oberen Burg führt. Der Originalzugang zur oberen Burg. Eine Steintreppe von dem mittleren bis zum oberen Bereich.  Die Brüstungsmauer an der linken Seite wurde bei den 1979 -1982 durchgeführten Instandsetzungsarbeiten neu erbaut. Lässt man die Treppe links liegen und folgt dem leicht ansteigendem Burgweg gerade aus, was heute wegen einer Absperrung leider nicht mehr möglich ist, so gelangt man zum vorderen Teil der mittleren Burg. Das nach drei Seiten offene Felsplateau hat bei 1979 -1982 im Zuge der durchgeführten Instandsetzungsarbeiten eine gemauerte Brüstung erhalten. Der Blick von der mittleren Burg zum Südteil der oberen Burg zeigt auf dem rechten Felsvorsprung einen erkerähnlichen Aufbau. In diesem Bereich endete der neu angelegte Treppenaufgang zur oberen Burg. Hier könnte der ursprüngliche Zugang, über einen Treppenturm zur oberen Burg gewesen sein. Der weitere Weg war nach rechts, war durch eine Schild- oder Mantelmauer geschützt, die wohl bei den Renovierungs- arbeiten 1979 – 1982 auch hier im vorderen Bereich wieder neu aufgebaut worden ist. Hier stand ein Gebäude, wahrscheinlicher aber ein Turm, mit der spitzen Ecke, zu dem sich im unteren Bereich befindlichen Hauteingang der Burg. Diese Anordnung der Bausubstanz machte es möglich, Geschosse die von Angreifern auf die Burg abgefeuert wurden, nach links und rechts abzulenken. An weiteren Bauspuren finden wir im hinteren Bereich der Terasse, eine ebene Fläche, auf welcher ein weiteres Gebäude, mit Unterkellerung in unmittelbarem Anschluss zum vorderen Turm und zum Treppenhausturm gestanden haben muss. Dieser Bereich scheint mehrfach umgebaut worden zu sein. Durch die Zerstörungswut der Franzosen und die 1979 -1982 durchgeführten Instandsetzungsarbeiten, ist die ursprüngliche Bebauung nicht mehr zu erkennen. Auf der Burg Wineck im Elsass, finden wir eine verblüffende Identität  der Standortsituation. Dieses lässt Rückschlüsse auf die Architektur der Wegelnburg zu. Im Unterschied zur Wegelnburg, ist diese Burg allerdings bei weitem nicht so stark zerstört, der Turm ist fast noch vollständig erhalten. Auf dem gegenüberliegenden, zweiten  mittleren  Teil der Burg, von dem man einen  Blick auf Nothweiler hat, sind keine Originalaufbauten mehr erhalten. Bei den Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten 1979 – 1982 wurde eine Umfassungsmauer neu errichtet. Vermutlich standen hier Wohnbauten, diese waren wegen der räumlichen Enge auf den Oberburgen, wie bei fast allen Wohnbauten der Wasgauer Felsenburgen, nicht sonderlich weiträumig. Das in diesem Bereich noch vorhandene Originalmauerwerk, läßt Rückschlüsse auf ein vormals vorhandenes zwei- oder sogar dreistöckiges Gebäude zu. Die stärke Mauer im Hintergrund links ist wohl alte Bausubstanz, die dünne Wand im Vordergrund, die neu aufgemauert. Eine in diesem Bereich in den Fels gehauene Grube, soll eine verfüllte Filterzisterne in den Maßen 4 x 4 m, mit drei Steinen aus dem Entnahmeschacht sein (Pfälzisches Burgenlexikon, 2007, Seite 269). Die Vertiefung im gewachsenen Fels ist jedoch sehr flach und wohl nicht für die Aufnahme größerer Wassermengen geeignet. Auf der neu auf gemauerten Ostseite, sind in die Mauer halbrunde Flankierungs- oder Mauertürme einbezogen. Die Erkenntnis, dass Mauertürme wirksamer waren, wenn sie nach außen vorsprangen, hat sich erst nach der Zeit der Kreuzzüge herumgesprochen, dieses würde in die Erbauungszeit der Burg passen. Die hier in der Höhe vorkragenden kleinen Mauertürme, sind jedoch erst seit dem Ausgang des 14. Jahrhunderts beliebt, damit passen sie nicht in die Erbauungszeit der Burg. Ob bei den Instandsetzungsarbeiten 1979 - 1982, an dieser Stelle Fundamente vorhanden waren, die diese Bauart der Türme für die Erbauungszeit belegen, lässt sich leider auf Grund der fehlenden Dokumentation des Altbestandes nicht feststellen.